Kindheitsgeschichten

Hier könnt Ihr über Eure Erlebnisse in der Natur berichten. Pflanzen und Pilze sind ebenfalls Bestandteil dieser Rubrik
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kaninchenzuechter
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Kindheitsgeschichten

Beitrag von kaninchenzuechter » Samstag 6. Januar 2018, 13:40

Liebe Forenmitglieder, liebe Leser
je älter ich werde, umso mehr tritt für mich die Vergangenheit in den Vordergrund. Während ich mich manchmal kaum an den vergangenen Tag erinnern kann, erinnere ich mich genau an bestimmte Einzelheiten in meiner Kindheit.
In meiner Kindheit hatte ich viel Umgang mit Tieren. Einige Geschichten möchte ich hier im Forum festhalten.

Das Ganze soll natürlich kein Monolog werden. Ich bin auch neugierig auf Eure Geschichten liebe Forenmitglieder.
Macht bitte mit!
Gruß Dieter

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Markus
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Re: Kindheitsgeschichten

Beitrag von Markus » Samstag 6. Januar 2018, 16:59

Hallo Dieter,

ich bin dabei.
Hier mal vorab Bildlich einen kleinen Ausschnitt meiner Gegend in der ich aufgewachsen bin.
Die Aufnahmen sind von Heute und zeigen das Donauhochwasser und Biberaktionen.
Donau.jpg
Donau.jpg (76.08 KiB) 1622 mal betrachtet
Biber Stämme.jpg
Biber Stämme.jpg (103.94 KiB) 1622 mal betrachtet
Biber Stamm.jpg
Biber Stamm.jpg (106.28 KiB) 1622 mal betrachtet
LG
Markus

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Bodensee Mauersegler
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Re: Kindheitsgeschichten

Beitrag von Bodensee Mauersegler » Samstag 6. Januar 2018, 21:20

Hallo Markus.
Der Biber hat auch bei uns an der Argen ähnliche Spuren hinterlassen.....
Lg Michael

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kaninchenzuechter
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Re: Tiergeschichten

Beitrag von kaninchenzuechter » Sonntag 7. Januar 2018, 14:07

Hallo Markus, das ist wirklich eine sehr schöne Gegend, in der Du aufgewachsen bist. Ich kann mir vorstellen, dass Du Dich gern an Deine Kindheit erinnerst.
Ich habe viele Jahre in Leipzig, Hoyerswerda und in Offenbach gelebt. Doch mich hat es wieder zurückgezogen und jetzt verbringe ich mein Rentnerleben dort wo ich aufgewachsen bin. Wir hatten eine schöne Kindheit auch wenn es uns materiell nicht besonders gut ging. Unsere Gegend besteht hauptsächlich aus Sumpf und Sand. Wir haben hier das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands. Ob es Bieber gibt, weiß ich nicht aber Fischotter habe ich schon gesehen.
Jetzt zu meiner ersten Geschichte:
Mein erstes Terrarium war ein Einweckglas
Es müsste im Jahr 1952 gewesen sein. Genau weiß ich's nicht aber ich ging noch nicht zur Schule.
Die Kartoffelkäfer begannen sch auszubreiten. Die Schüler wurden aufgefordert, Kartoffelkäfer zu sammeln. Vom Bürgermeister angeleitet, bekam jedes Schulkind eine Zeile zugeteilt. Ich war noch zu klein und dackelte meiner großen Schwester hinterher. Ich war voller Ungeduld. Wie mag so ein Kartoffelkäfer aussehen. Leider hatte meine Schwester keinen Käfer gefunden. Ihre Freundin hatte mehr Erfolg. Den muss ich haben! Ich bettelte so lange, bis ich den Käfer bekam, dabei musste ich versprechen, dass ich den Käfer tot mache.
Zu hause angekommen, setzte ich den Käfer in ein Einweckglas. Nein, so einen wunderschönen Käfer kann man doch nicht tot machen und gab ihm Kartoffelkraut zu fressen.
Doch mit der Zeit plagte mich das Gewissen. Ich sollte den Käfer doch töten.
Da viel mir ein, dass mich meine Eltern immer vor den als Unkraut wachsenden giftigen Nachtschatten warnten. Raus mit dem Kartoffelkraut und rein mit dem Nachtschatten ins Glas.
Jetzt wird der Käfer sterben. Doch der Käfer fraß und fraß und fraß.

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Markus
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Kindheitsgeschichten

Beitrag von Markus » Sonntag 7. Januar 2018, 19:05

Hallo Dieter,

das waren bei Dir damals noch ganz andere Zeiten, als bei mir in meiner Kindheit 60er/70er Jahre, Wirtschaftswunderzeit. Das waren schon die fetten Jahre und die dauern ja bis heute an.

Allerdings sehe ich dennoch Gemeinsamkeiten. Da ich auf dem Bauernhof aufgewachsen bin kann ich mich auch sehr gut an diese lästigen Kartoffelkäfer erinnern, wir hatten manche Jahre Massen davon.
http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/0 ... aefer.html

Mit großen leeren Kabadosen ging ich mit meinen Großeltern oft auf die „Leese“ wir sammelten die oft Kiloweise ab und hatten danach ganz rote Finger, da der ein oder andere doch manchmal beim Auflesen versehentlich zerquetscht wurde.

Wie gesagt es ging uns Gut, doch es war auch immer sehr arbeitsreich. Meine Kumpels gingen im Sommer in das Schwimmbad oder in die Ferien und wir mussten halt zuhause bleiben und bei der Heuernte helfen aber auch im Herbst(Kartoffel, Getreide,Rübenernte, usw.) gab es viel zu tun. Auch von Hand Kühe melken musste ich noch lernen.

Aber es war insgesamt schön in der Natur, mit den Tieren, da gäbe es noch viele Erlebnisse welche ich zu erzählen hätte.

LG
Markus

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kaninchenzuechter
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Beitrag von kaninchenzuechter » Sonntag 7. Januar 2018, 20:31

Hallo Markus,
auch Ich könnte jetzt von den 60er und 70er Jahren schreiben. Uns ging es gut. Es gab billige Kinderferienlager und Jugendtourist. Doch mein Vater hat mir eine wahre Schatztruhe von Filmen und Bildern hinterlassen. So etwas kann man doch nicht liegen lassen. Ich weiß nur nicht, wo ich beginnen soll? Am liebsten möchte doch am Anfang beginnen. Dann müssen wir tief in die Vergangenheit. Egal ich mach es einfach und schalte die Zeitmaschine ein.
Wer will kann mitkommen.
Auf Wiedersehen in einem sorbischen Dorf beim Maibaumwerfen 1939
Gruß Dieter

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kaninchenzuechter
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Maibaumwerfen 1939

Beitrag von kaninchenzuechter » Sonntag 7. Januar 2018, 21:23


Hallo Markus,
Du bist ja doch mitgekommen. Sei froh, dass ich noch rechtzeitig bremsen konnte. Beinahe wären wir im Mittelalter gelandet. Wir würden auf dem Scheiterhaufen landen. Doch diese Zeit hier ist auch nicht besser. Hier ahnt keiner, dass es bald den schlimmsten Krieg gibt. Wir müssen zurück!
Ich bin noch garnicht geboren!. Hoffentlich geht alles gut! Wir haben 6 Kriegsjahre vor uns.
Gruß Dieter

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kaninchenzuechter
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Beitrag von kaninchenzuechter » Montag 8. Januar 2018, 17:42

Das Video sieht natürlich idyllisch aus, doch für uns Sorben war es alles andere als das. Sorbisch sprechen wurde verboten. Wurde man in der Schule dabei erwischt, gab es Prügel. Die Dörfer wurden umbenannt. Mein Vater musste in den Krieg. Gut, das der Kriege nicht noch länger gedauert hat. Globke hatte einen Plan entworfen, die Sorben ins Ruhrgebiet umzusiedeln Das wäre natürlich das Aus für unser Volk.
In der DDR wurde Globke in Abwesendheit verurteilt. https://de.wikipedia.org/wiki/Globke-Prozess Im Gegensatz zur DDR nahm es die BRD nicht so genau mit der Verfolgung der Kriegsverbrecher. Viele kamen wieder in Amt und Würden. Deshalb braucht man sich jetzt nicht wundern, dass die braune Pest wieder aus den Löchern gekrochen kommt:
Markus steig bitte ein in die Zeimaschine. Wir fahren zurück. In der Zwischenzeit könntest Du mir wenn möglich etwas Schönes erzählen, damit ich auf andere Gedanken komme

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Markus
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Re: Kindheitsgeschichten

Beitrag von Markus » Montag 8. Januar 2018, 17:50

Hallo Dieter,

wir hatten gerade wohl den selben Gedanken, auch ich bin soeben mit meiner "kleinen" Zeitmaschine unterwegs.
Bericht folgt sofort. Mit Aufheiterung :lol:

LG
Markus

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Markus
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Re: Kindheitsgeschichten

Beitrag von Markus » Montag 8. Januar 2018, 17:52

Das ist ja schon ein sehr alter Film Dieter, und sehr interessant, trotz der wohl schlechten Zeiten damals ist es schön zu sehen dass sich die Kinder freuen.

Solche historischen Aufnahmen habe ich keine, kann euch aber beweisen dass ich vor zig Jahren schon einen Vogel hatte. :lol: :lol:

Zudem hatten wir auch Rauchschwalben. Ein Nest befand sich im Heustall darüber ein Bretterboden welcher direkt über dem Nest ein offenes Astloch hatte. So konnte ich die Rauchschwalben aus nächster Nähe durch diese Öffnung beobachten.
Die Rauchschwalben kamen durch eine eingesägte V- Förmige Öffnung Im Scheunentor in den Heustall.
Ich war immer etwas Traurig als die Brut beendet und das Nest wieder leer war.

Hier mein Vogel
Huhn.jpg
Huhn.jpg (44.88 KiB) 1414 mal betrachtet
LG
Markus

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