Mehlschwalben ansiedeln

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traudich
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von traudich » Samstag 7. November 2020, 18:09

Hallo Martin,
ich denke dass euer Haustyp,die Nähe zu einer bestehenden Kolonie und zum Baumaterial, schon mal Pluspunkte sind.
Ansonsten ist das Ansiedeln von Mehl- und Rauchschwalben nicht einfach. Wir sollten es aber auf alle Fälle versuchen denn es gehen ständig, aus unterschiedlichen Gründen, Brutmöglichkeiten verloren.
Du solltest die Lockrufe tätglich (bei gutem Wetter) längere Zeit abspielen und abwarten, was sich tut. Einige Forenmitglieder haben im Herbst Lockrufe abgespielt und haben damit die Schwalben beeindrucken können - bleibt aber abzuwarten, was im nächsten Jahr passiert. Ich habe zum Schluß der Saison Rauchschwalbenrufe abgespielt und war von der Reaktion begeistert. Ähnliche "Experimente" habe ich aber schon vor einigen Jahren erfolglos gestartet und kann mir nicht erklären, warum es in diesem Jahr solche Reaktionen gab :S
Das Korbrett scheint ziemlich dich unter der Nisthilfe zu sein, vielleicht bei der nächsten Nisthilfe tiefer hängen.

LG
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Biebser
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von Biebser » Samstag 7. November 2020, 20:33

Danke für Eure Antworten,
das stimmt mich sehr positiv aufs Frühjahr ein.
Mauersegler haben wir hier sehr viele, schätze minimum 150-200. Unser Ort hat sehr erfolgreich viele Seglerkästen an den 6Geschössern installiert.
Werde unseren Ortsvorsteher mal auf ein Schwalbenhotel aufmerksam machen.
Das Kotbrett werde ich komplett abmachen. Erst wenn erfolgreich besiedelt werde ich schauen wo genau gekotet wird und entsprechend reagieren. Vielleicht brauche ich gar keins.
Grüße
Martin

Dodo
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von Dodo » Samstag 7. November 2020, 21:22

Hallo Martin,

auch von mir ein herzliches Willkommen!
Hoffentlich werden deine Mühen belohnt.

Dein Dachvorsprung liegt in etwa 7 m Höhe. Ein Dachdecker gab mir mal den Tipp ein Bein über die nächsten Sprossen durch die Leiter zu führen, damit ich bei der Montage beide Hände frei hätte.
- Denke mich dann auch im Zirkus bewerben zu können.
Was ich dir sagen möchte, sei bei den Arbeiten nicht leichtsinnig.

Die Mehlschwalbennester, die ich mir ans Haus montiert habe sind von Vivara, denke die du jetzt noch zugelegt hast, kommen auch von denen. Meine hängen seit zwei Jahren und die Mehlschwalben haben sich dafür noch nicht interessiert. Sah sie hier mit Mauersegler unter die Dachvorsprünge fliegen.
Am Ort gibt es nur vereinzelt kleine Kolonien und Rauchschwalben sind noch seltener, weil Viehhaltung kaum noch da ist. Kotbretter hatte ich auch keine angebracht, weil ich erst mal abwarten wollte.

Vielleicht kannst du dich auch über Sperlinge oder Hausrotschwänzchen freuen?

Gruß Maddin

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Markus
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von Markus » Samstag 7. November 2020, 22:18

Hallo Martin,

schließe mich gerne den Willkommensgrüßen an :thumbup:

Welche Auswirkungen unsere Anlockmusik schon hatte konntest Du hier sicherlich schon verfolgen. Würde zunächst bis zur Ansiedlung empfehlen ohne Kotbrett die Nisthilfen anzubieten.

Bei akustischem Anlocken der Mehlschwalben scheint außer der richtigen Töne, auch die Lautstärke ein ausschlaggebendes Kriterium zu sein.
Wenn Du sie dann noch in der Gruppe abfangen kannst wird Dir Angst und Bange werden ;)

Jeden Fall jetzt schon viel Erfolg, Du hast gute Chancen :thumbup:

LG
Markus
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Biebser
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von Biebser » Sonntag 8. November 2020, 11:09

Guten Morgen,

ja 7meter und Höhenangst sind schon eine Herausforderung :?
Welche Erfahrung habt ihr den mit denn Vivara Nestern? Habe ja die zum rausziehen gewählt. Mir ist aufgefallen das es schon ziemlich eng wird mit den reinkommen für die Mehlis. Auch sind die Eingänge jeweils seitlich, kann ich trotzdem nebeneinander aufhängen oder lieber doch Platz lassen?
Lockrufe sind bei mir fast täglich von früh bis spät abends am laufen. Mal schauen wie lange die Nachbarn noch mit machen.
Bei günstigen Wind über 100meter zu hören und das mit Handy :lol:

Grüße
Martin

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traudich
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von traudich » Sonntag 8. November 2020, 11:41

Hallo Martin,
ich würde zwischen den Nisthilfen, wenn Einflüge zu dicht sind, etwas Abstand wählem.
Biebser hat geschrieben:
Samstag 7. November 2020, 20:33
Werde unseren Ortsvorsteher mal auf ein Schwalbenhotel aufmerksam machen.
Ich denke du meinst einen Schwalbenturm. Da wo er angenommen wird, ist es eine "feine" Sache aber die meisten von den Aufgestellten Türmen, bleiben aus unterschiedlichen Gründen ungenutzt. Deshalb empfehle ich - gute Beratung und Unterstützung holen.

LG
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Jan
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von Jan » Sonntag 8. November 2020, 18:21

Biebser hat geschrieben:
Sonntag 8. November 2020, 11:09

Welche Erfahrung habt ihr den mit denn Vivara Nestern? Habe ja die zum rausziehen gewählt. Mir ist aufgefallen das es schon ziemlich eng wird mit den reinkommen für die Mehlis.
Hi Martin,

auch von mir noch: Herzlich willkommen!
Groß (und v. a. gut) Ratschläge in puncto Mehlis kann ich noch nicht geben - mehr als Interessenten im Sommer vermag ich schließlich nicht vorzuweisen.
Derzeit hängen zwei Schwegler-Nester am Haus, es sollen davon noch sechs weitere folgen und (direkt für den Giebel) ein Vivara-Nest.
Bei Letzterem ist mir eher aufgefallen, dass die Einfluglöcher deutlich größer wirken als bei den Schweger-Nestern. Ich habe da schon Befürchtungen gehabt, dass Spatzen das Domizil daher beziehen könnten...

Das Kotbrett hast du ja bereits abmontiert. Ich fand auch, dass es zu nah platziert war.
Du könntest die Bretter noch weiß streichen - darauf sollen die Mehlschwalben besonders abfahren. Habe ich bei meinen Nestern auch so gehandhabt.
Ich drücke die Daumen!

Und ja:
Den einen Forumsvorschlag wiederhole ich auch gerne.
Wie wär's zusätzlich noch mit Segler-Nisthilfen? ;)

Beste Grüße
Jan
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wiba
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von wiba » Sonntag 8. November 2020, 23:13

Hallo Martin,

schön das du hier her gefunden hast und schön das du dich für die Schwalben so stark machst.
Hoffentlich färbt das auch ein wenig auf deine Nachbarn ab.
Übertreibe es aber nicht mit den Lockrufen, das kann sonst sehr stressig werden mit der Nachbarschaft.
Es ist ja ein Neubaugebiet und am Anfang sind da auch alle immer sehr nett und jeder möchte der beste Nachbar der Welt sein und sogar auf Zäune wird da verzichtet.
Erfahrungsgemäß ändert sich das Verhalten aber doch recht schnell und dann wird abgegrenzt und die Toleranz wird
stark zurück gefahren.
Vielleicht sieht ein Nachbar die Schwalben auch als potenzielle Fassadenbeschmutzer und sorgt sich um sein neues Haus.
Da kann es dann schnell mal zu Interessenskonflikten kommen. Nicht jeder mag die kleinen Segler an seinem Haus.
Stell dir nur mal vor, du lockst sie an aber bei deinen Nachbarn bauen sie Ihre Naturnester an die Fassaden.
Schwieriges Thema aber das muss ja hoffentlich nicht so sein bei dir. Trotzdem sollte man immer entsprechend behutsam vorgehen.
Anlockgeräusche die man noch aus 100m hören kann, würde ich mich aber nicht trauen abzuspielen.
Bei mir war übrigens die beste Anlockzeit immer vormittags. Ab 12 Uhr war keine Schwalbe mehr zu sehen.

Eine Ansiedlung hat auch bei mir noch nicht stattgefunden, ich bin also ein reiner Theoretiker und Klugscheißer. :lol:
Bei mir habe ich auch die 90 Grad, von Fassade zu Dachunterstand, und das ist leider für Schwalben weniger attraktiv.
Mehlschwalben bevorzugen einen kleineren Winkel unter 90Grad, weil die Nester besser halten, weniger Material benötigt wird,
das Nest besser vor Wind und Wetter geschützt liegt, so meine Vermutung.
Das Kotbrett würde ich als erstes abbauen und dann erst bei Besiedelung installieren.
Die Anzahl der Nester würde ich auch stark erhöhen um den Tieren mehr Auswahlmöglichkeiten zu geben.
Die Besiedlung findet meistens von der Straßenseite her statt. Anscheinend lieben die Vögel das Treiben auf der Straße.
Ein paar weiße Farbkleckse unter dem Einflugloch täuschen einen früheren Bezug vor und machen den Standort attraktiver.
Die Einfluglöcher habe ich bei mir mit der Holzraspel entschärft, die hatten auch messerscharfe Kanten.
Die Größe ist wohl nicht so entscheidend bzw. werden die bei Nichtgefallen von den Schwalben angepasst.
Bei dir auf der Flachgarage, bietet sich doch ideal eine Lehmpfütze an. Dazu eignen sich flache Schalen oder der Deckel einer Regentonne sehr gut.

Einen Vorteil von deinem 90Grad Dachüberstand, hast du leider gar nicht wahrgenommen.
In die ersten Brettreihe, hättest du doch ganz bequem Einfluglöcher für die Mauersegler einarbeiten können.
Ich gehe mal davon aus das der Bereich dahinter hohl ist und die Vögel dort ideale
Nistmöglichkeiten gefunden hätten. Sperlinge und Stare hätten das bestimmt als erste für sich entdeckt und die Mauersegler damit angelockt.

Mir fällt aber bstimmt noch was mehr ein. :D

Beste Grüsse aus Pulheim
Willi

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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von Biebser » Montag 9. November 2020, 14:21

Hallo,

ich schicke die Nester wieder zurück. Ich müsste meiner Meinung nach noch einiges dran ändern. Sehr scharfe Kanten am Einflugloch und denke sehr unbequem rein zu kommen. Sehr eng an der Seite, die Schiene verdeckt fast die Hälfte des Lochs. Und wackelt auch alles sehr.
Bei Ebay gibt es sehr viele, sehen auch sehr natürlich aus, hat wer schon Erfahrung mit denen sammeln können?
Ja die Nachbarn :rolleyes:
Segler zusätzlich muss nicht sein, haben hier extrem viele,zum Glück. Muss manchmal aufpassen das die nicht ans Auto fliegen im Stadt inneren.

Grüße
Martin

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Markus
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Re: Mehlschwalben ansiedeln

Beitrag von Markus » Montag 9. November 2020, 16:00

Biebser hat geschrieben:
Montag 9. November 2020, 14:21
Segler zusätzlich muss nicht sein,
Dünnes Eis im Mauerseglerforum Martin ;) :lol: , vielleicht bekommen wir dich ja noch. Sie sind leider immer mehr auf Nestangbeote angewiesen.
Und ein Kotbrett wäre bei Mauerseglern auch nicht nötig.
Extrem viele hieße, enorme Ansiedlungschancen, manch einer würde wer weiss was dafür geben.

LG
Markus
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