Kaninchenzucht

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Dodo
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Kaninchenzucht

Beitrag von Dodo » Donnerstag 21. November 2019, 16:11

kaninchenzuechter hat geschrieben:
Mittwoch 20. November 2019, 22:18
Ich habe Vormittag meine Kaninchen für die Ausstellung vorbereitet. Krallen verschneiden, Geschlechtsecken säubern, Zahnstellung überprüfen, kein Spaltpenis, keine Hängehoden. Da muss alles stimmen. Nachmittag haben wir die Käfige aufgebaut und jetzt bin ich geschafft.
Das ist ein ziemlich anstrengendes Hobby und jetzt sage ich:
Gute Nacht
Dieter



Da du mit Leib und Seele bei der Sache bist, hoffe ich das die Preisrichter das honorieren und du das Dutzend an Pokalen (zur Freude deiner Frau) auf den Wohnzimmerschrank voll machen kannst.

Kenne einen Preisrichter im Kaninchen-Zuchtverein, der an den Wochenenden durch halb Deutschland getingelt ist um in der Jury zu sitzen. Er war beruflich Zimmermann und ein Hüne. Wenn ich die kleinen Kaninchen neben ihm sah, musste ich mir ein Lachen verkneifen.
Das ist ein ziemlich anstrengendes Hobby
Ohne Fleiß keinen Preis, Dieter!
Ich habe Vormittag meine Kaninchen für die Ausstellung vorbereitet..... Da muss alles stimmen.
Bei dem erwähnten Zimmermann war das auch so und bei der Zucht kannte der keine Gnade. War etwas nicht so wie gewünscht, konnte er auch gleich zum Scharfrichter werden.

Die Kaninchen habe ich am liebsten bei der schlesischen Nachbarin im Bräter gehabt - mit Kartoffelklößen halb und halb.

Dieter, wenn nicht alles so auf der Ausstellung so läuft wie erwartet, lasst nicht gleich wieder die Fäuste sprechen wie in Berlin und wir davon in der Zeitung lesen (mit deiner Beteiligung :shock: ).

Gruß Maddin

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kaninchenzuechter
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Beitrag von kaninchenzuechter » Donnerstag 21. November 2019, 21:29

Maddin, jetzt hast Du mich richtig verscheißert. Du weißt doch genau, dass ich nicht so ein Typ bin.
Solche Typen gibt es wirklich, die nehmen alles verbissen und ernst.
Egal, ich werde mich rächen. Einmal erwische ich Dich und dann kann das ganze Forum über Dich ablachen.
Das Rezept würde mich schon iterressiern. Ich esse meine Kaninchen am liebsten selbst. Die Leber wird sofort gegessen. Sie ist ein absoluter Genuß. So etwas kann man nicht mit dem vergleichen, was man zu kaufen bekommt.
Gruß Dieter

Dodo
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Beitrag von Dodo » Donnerstag 21. November 2019, 22:46

Nee Dieter, ich weiß nicht was für ein Typ zu bist.
Beneide Dich (glaub es oder nicht) um Dein Vergnügen mit den Kaninchen.

Du machst tolle Fotos, bist bei Verstand und lebst auf einem schönen Flecken Erde. Das weiß ich!
Verscheißern wollte ich Dich nicht. Lass uns ruhig mal lachen, über uns und unsere Mitmenschen.

Was das Küchenrezept angeht, die Dame ist an die neunzig. Die Kartoffelklöße halb roh, halb gekocht (ist viel Arbeit, lohnt sich!)

Rache ist Blutwurst, Dieter!

Gruß Maddin

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kaninchenzuechter
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Beitrag von kaninchenzuechter » Freitag 22. November 2019, 16:37

Maddin, ich höre jetzt erst einmal auf, über Kaninchen zu berichten. Ich glaube nicht, dass Du das verstehst zumal ich das selber auch nicht verstehe.
Nur soviel.
Das Wichtigste am Kaninchen ist die Blume (der Schwanz). Der Schwanz darf nicht nach rechts oder nach links zeigen. Er muss senkrecht nach oben stehen. Soweit war alles in Ordnung. Doch bei einem Rammler ist der Schwanz versteift. Dafür gab es ein nB (nicht befriedigend). Ein Rammler mit steifen Schwanz ist für die Zucht nicht geeignet!
Also brauche ich nicht befürchten, dass ich ein Pokal zusätzlich entstauben muss.
Ich frage mich nur, wieso muss ein Kaninchen mit dem Schwanz wackeln können?
Gruß Dieter

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traudich
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Beitrag von traudich » Freitag 22. November 2019, 21:52

Hallo Dieter,
habe eben deine aufschlußreichen Informationen über die Kaninchenzucht gelesen. Ich hatte als Kind auch mal zwei Kaninchen die, als sie ziemlich moppelig geworden waren, in die Bratröhre wandern sollten. Bevor sie zum Sonntagsbraten werden konnten habe ich ihnen die Freiheit geschenkt. An das Rezept meiner Mutter kann ich mich nicht erinnern. Versteifte Gliedmaßen oder andere besondere Merkmale, sind mir nicht aufgefallen ;)
LG

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Markus
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Re: Kaninchenzucht

Beitrag von Markus » Samstag 23. November 2019, 12:20

Hallo zusammen,

obwohl auch wir früher immer Hasen hatten war mir der begriff Blume bis jetzt völlig unbekannt. OK, wir züchteten nicht.
Bei uns gab es nahezu jeden Sonntag "Hasenpfeffer" heute kann man mich damit jagen, ich kanns nicht mehr sehen und riechen.

Bei dem Jährlichen Fest unserer Kleintierzüchter wird auch immer Hasenbraten angeboten.


LG
Markus

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kaninchenzuechter
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Re:

Beitrag von kaninchenzuechter » Samstag 23. November 2019, 13:43

traudich hat geschrieben:
Freitag 22. November 2019, 21:52
Versteifte Gliedmaßen oder andere besondere Merkmale, sind mir nicht aufgefallen ;)
Also die gibt es bei den Rassetieren auch nicht und der Schwanz zählt nicht zu den Gliedmaßen.
Viel wichtiger als der Schwanz sind beim Kaninchen die Ohren. Ein Kaninchen kann weder schwitzen wie wir oder hecheln wie ein Hund. Es kann sich nur über die Ohren abkühlen.
Dazu müssen die Ohren frei stehen.
Wenn ich jedoch zu meinen Zuchtfreunden sage:“ Eure Schlappohrkaninchen sind Missgeburten und die Zucht ist Tierquälerei“, ernte ich nur mitleidiges Schweigen.
Egal, ich bin dennoch gern dabei.
Man bedenke, Kaninchenzüchter lassen das Gras aus wachsen und das ist gut für die Insekten.
Und nun für Markus Nachhilfe in Sachen Kaninchenzucht.
Das Männchen heißt Rammler (1,0)
Das Weibchen heißt Häsin. (0,1)
2,3 heißt 2Rammler und 3 Häsinnen.
Zulassen heißt Häsin muss zum Rammler (nie umgekehrt)
Decken Der Rammler bespringt die Häsin.
Geblieben heißt das Decken hatte Erfolg.
Tragend heißt sie ist schwanger
werfen heißt, sie bekommt Junge

Gruß Dieter

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Markus
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Re: Kaninchenzucht

Beitrag von Markus » Samstag 23. November 2019, 14:27

Vielen Dank für die Nachhilfe Dieter,

manches davon war mir tatsächlich schon bekannt.

Ach übrigens, Du sprichst von Hasenohren, sind das nicht die Löffel ? ;)

LG
Markus

Dodo
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Re: Kaninchenzucht

Beitrag von Dodo » Sonntag 24. November 2019, 23:04

Hallo traudich, zusammen
Ich hatte als Kind auch mal zwei Kaninchen die, als sie ziemlich moppelig geworden waren, in die Bratröhre wandern sollten. Bevor sie zum Sonntagsbraten werden konnten habe ich ihnen die Freiheit geschenkt.
@traudich, denke du hast dir von deiner Mutter eine Standpauke anhören müssen.

Ende der Sechziger war Kaninchenhaltung hier üblich, auch wegen der vielen Vertriebenen, die hier sesshaft wurden. Freier Wohnraum wurde beschlagnahmt. Sie kamen aus Banat, Schlesien, Ostpreußen, Siebenbürgen usw..
Wegen der begrenzten finanziellen Mittel war man auf Selbstversorgung angewiesen, für den Metzger fehlte das Geld.

Ernährungswissenschaftler (und Klimaforscher) hätten ihre helle Freude an dem begrenzten Fleischkonsum von damals gehabt. Tierwohllabel brauchte man nicht. Die Halter hatten ein Interesse an gesunden Beständen, die für sie lebensnotwendig waren.

Fleischrassen wie Wiener, Deutscher Riese, -Widder und Schecken waren Schwerpunkt der Haltung.
Zuchtvereine gab es wenig, wenn überhaupt tauschte man sich aus und gut war.

In den Neunzigern kamen immer mehr Kleintierrassen auf, die nicht mehr für den Verzehr sondern für's Pläsier waren. Kleintierarztpraxen schossen aus dem Boden, die sich nur um Hunde, Katzen, Meerschweinchen und sonstiges zu kümmern hatten.

Das war Fortschritt in die Degeneration.

Gruß Maddin

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kaninchenzuechter
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Die Ausstellung ist zu Ende.

Beitrag von kaninchenzuechter » Montag 25. November 2019, 18:34

Mir tut heute noch der Rücken weh. Die Käfige mit den schweren Platten mussten wieder auf den Boden. Da gehört schon viel Idealismus dazu. Es lohnt sich kaum. Selbst 2,50€ Eintritt ist für einige zu viel. 2Jahre wollen wir es noch machen. Dann ist unser Verein 100.
Es fehlt an jungen Leuten. Hier in den Naturforen ist es ähnlich.
Wo sind die jungen Leute nur? Ich habe sie gefunden! Sie sind in den Spieleforen. Da gibt es Teilnehmerzahlen, von denen wir nur träumen.
Es ist schon besorgniserregend, wie immer mehr Menschen in eine imaginäre Welt flüchten.
Gruß Dieter

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