Umweltschutz

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kaninchenzuechter
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Umweltschutz

Beitrag von kaninchenzuechter » Donnerstag 31. Oktober 2019, 13:01

Markus hat geschrieben:
Donnerstag 31. Oktober 2019, 07:46
Hallo,
etwas zum nachdenken ;)
Ein guter Bekannter von mir arbeitet schon seit Jahren in Suzhou/ Shanghai (China).http://aqicn.org/city/suzhou/de/


Dort kommen Umweltaktivisten in den Knast.

Meistens muss er dort mit der Staubmaske aus dem Haus, in welchem die Fenster nicht zu öffnen sind und die Filter der Klimaanlage wöchentlich gewechselt werden müssen.

Als er mit seinen Kindern zum ersten mal nach Deutschland kam,(eines hat Asthma, das andere ist ständig erkältet) sahen diese verwundert an den mit Sternen übersäten Nachthimmel, das kennen sie aus China nicht.


Mach weiter so Siegrid und berichte uns, noch dürfen wir es, vorbildlicher Einsatz :thumbup:

LG
Markus
Es macht sich immer gut, wenn man mit den Fingern auf Andere zeigen kann.
Gerade wir Deutschen sind ja so vorbildlich. Der Müll wird sorgfältig getrennt. Ich war im Rahmen eines Rentnerausfluges in einer Müllaufbereitungsanlage. Vom Gestank und den Arbeitsbedingungen will ich Euch nichts erzählen. Leider durfte ich keine Bilder machen. Stellt Euch vor eine riesige Fläche mit vielen Hundert Würfeln 2*2*2 Meter gepresster Müll.
Was wird daraus?
Das Internet gibt Auskunft.
Das könnt Ihr selber lesen.
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinf ... t-102.html
https://www.dw.com/de/das-passiert-mit- ... a-46458099
https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... paket.html

Ihr habt richtig gelesen!
Es wird so wie in China umwelschädlich verbrannt oder in anderen asiatischen Ländern einfach ins Meer gekippt.
Einen kleinen Trost gibt es. China nimmt keinen Deutschen Müll mehr ab.
Gruß Dieter

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Markus
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Re: Umweltschutz

Beitrag von Markus » Donnerstag 31. Oktober 2019, 15:19

kaninchenzuechter hat geschrieben:
Donnerstag 31. Oktober 2019, 13:01
Es macht sich immer gut, wenn man mit den Fingern auf Andere zeigen kann.
Da gebe ich Dir absolut recht Dieter :thumbup: Nur wir selbst können etwas bewegen.
Sei es mit unserem Konsumverhalten, an der Wahlurne, oder dem Protestieren.

Hier ein aktueller Bericht zum Thema Insektenserben.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoo ... n-100.html

LG
Markus

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kaninchenzuechter
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Rentnerausflug in die Müllaufbereitungsanlage Droben am 09.11.2018

Beitrag von kaninchenzuechter » Samstag 9. November 2019, 21:09

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag wie auch den nachfolgenden Ausflug zur Müllverbrennungsanlage Lauta schon lange bringen aber ich habe ihn immer wieder verschoben. Solche Fahrten werden übrigens vom Land finanziell unterstützt doch scheint das Interesse besonders bei jungen Leuten sehr gering zu sein. Ab in die Tonne damit und vergessen.
Ich wünschte, dass jeder einmal so eine Anlage besucht. Mich hat es jedenfalls sehr nachdenklich gemacht und ich musste an vergangene Jahre denken.
Voller Neid schauten wir damals in Richtung Westen. Da gab sogar Becher aus Plastik, die man nicht abwaschen musste. Stolz war man wenn man mal eine leere Bierbüchse aus den Westen ergattern konnte. Sorgfältig wurde sie geputzt und im Schrank aufbewahrt. Ach, was waren wir rückschrittlich. Wir hatten nicht mal richtigen Müll. Dieser bestand fast nur aus Asche. Wo sollte der Müll auch herkommen? Für jedes Glas und jede Flasche gab es mindestens 20 Pfennig Pfand.
Wer wollte schon darauf verzichten? Küchenabfälle sammelte man für die Schweine und Papier sammelten die Kinder und brachten sie in die Schule. Plastiktüte gab es nicht.

Was uns in Droben erwartete, war Fortschritt pur. An Modellen erklärte man uns den Prozess der Mülltrennung und -aufbereitung.
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Als gelernte Ing. für Automatisierungstechnik hat mich besonders interessiert, wie es möglich ist, die einzelnen Müllkomponenten zu unterscheiden. Man erzählte uns aber auch von den Problemen. Probleme machen besonders die Netze, wie sie für Rosenkohl oder Kartoffeln verwendet werden. Seitdem werfe ich diese immer in die Mülltonne. Besonders große Probleme machen die Video- und Tonbänder. Diese breiten sich über die gesamten Bandanlagen aus und legen sie still.
Entsprechend bekleidet gingen wir dann in die Müllverarbeitungsanlage.
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Man zeigte uns die einzelnen Stationen. Trotz aller Technik geht es nicht ohne Handarbeit.
Während die männlichen Kollegen geschützt hinter Glas die Schalthebel in der Hand hielten saßen zahlreiche Frauen am Band und sortierten den Müll von Hand. Gerade als wir am Band vorbei liefen löste sich ein großer Schwall Müll und bedeckte uns damit.

Eigentlich waren wir froh, als wir wieder draußen waren und die wenn auch stinkende doch bewegte Luft atmen konnten.

Draußen sahen wir das fertige Produkt der Müllaufbereitung, die ich hier nicht zeigen darf. Mich interessierte besonders der Container mit den vielen Kronkorken. Wahnsinn wie viel verschiedene Biersorten es gibt. Dann viel der Blick auf eine riesige Fläche gefüllt mit Quadern bestehend aus aufbereiteten Müll.
Man fragte uns ob sie ein Bild von unserer Gruppe im Internet veröffentlichen können. Wir stimmten zu. Ich denke, was die können, kann ich auch.
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Im Bus angekommen, wurde ich sehr nachdenklich.
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Ist das nun wirklich der Fortschritt?

Gruß Dieter

Dodo
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Re: Umweltschutz

Beitrag von Dodo » Samstag 9. November 2019, 23:15

Das ist eine interessante Frage und ich möchte sie mit ja beantworten.

Jede Zeit hat sich den Problemen des gegenwärtigen Lebens zu stellen.
Fortschritt definiere ich: Vergangenes hinter sich zu lassen und Neuland zu betreten
(Zeit schreitet fort und lässt Vergangenes hinter sich).

Zweifellos war das Leben unserer Vorfahren ressourcenschonender.
Meine Oma kannte noch in den 60igern keine Mülltonne.
Aber wie viele Menschen lebten damals und wie viele leben heute auf dem Planeten?

Meine Oma käme heute ohne Mülltonne auch nicht mehr aus.
Eine andere Frage wäre es: Was können wir aus dem Leben unserer Vorfahren übernehmen, um unser Dasein zu meistern?

Gruß Maddin

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